Was ist Schröpfen?

Beim Schröpfen wird in sogenannten Schröpfgläsern oder Schröpfköpfen ein Unterdruck erzeugt. Diese Schröpfgläser werden direkt auf die Haut gesetzt. Der Unterdruck wird üblicherweise dadurch erreicht, dass die Luft im Schröpfkopf mittels Absaugvorrichtung im Schröpfglas entzogen wird.

Die Lage der Schröpfstellen orientiert sich am Tastbefund, d. h. es wird im Bereich von Myogelosen (muskuläre Verhärtungen) geschröpft. Je nach Lage der Schröpfstellen soll über den kutiviszeralen Reflex ein inneres Organ beeinflusst werden. Die Zuordnung der Organe zu den Hautstellen ist durch die Head-Zonen bekannt und lässt dadurch Rückschlüsse auf belastete innere Organe zu.

Lokal entsteht durch das Saugen beim Schröpfen ein Extravasat und in der Folge ein Hämatom

Anwendungsgebiete

  • starke Verspannungen im gesamten Körper
  • Gelenksschmerzen
  • Magen - Darm Beschwerden
  • Bluthochdruck
  • Durchblutungsstörungen
  • Ischiasbeschwerden

Nach der Schröpfbehandlung

Die nachfolgenden Hinweise sollten nach jeder Schröpfbehandlung beachtet werden, um ihre Wirkung auch über die eigentliche Dauer der Therapie zu stabilisieren.

  • Man sollte sich weder körperlich noch geistig und seelisch überanstrengen
  • Die behandelte Stelle warm halten
  • Nicht mit kaltem Wasser waschen, duschen oder schwimmen gehen
  • lockere Kleidung tragen um die Durchblutung nicht zu stören
  • Man sollte auf Alkohol, Kaffee und Tee verzichten und auf leichte Kost achten